Nisthilfe für Weißstorch soll Artenvielfalt erhöhen

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Immer häufiger werden Weißstörche im ganzen Krappfeld gesichtet. In den vergangenen Jahren auch mehrfach direkt in der Stadt am Telekomgebäude oder in der Meiselhofsiedlung. Im Bereich des Pogatschnig-Stalles gab bereits es mehrere Nistversuche, die an fehlender Infrastruktur gescheitert sind.

Deshalb hatten Vizebürgermeister Michael Baumgartner gemeinsam mit Bürgermeister Walter Zemrosser die Idee, dort einen adäquaten Kunsthorst zu errichten. Unter fachlicher Betreuung von BirdLife Kärnten entstand in den letzten Wochen eine künstliche Nisthilfe mit einem Durchmesser von 1,2 Metern. Damit steht den Störchen nun ein sicherer und attraktiver Nistplatz zur Verfügung.  Die Finanzierung erfolgte durch die Naturschutzabteilung des Landes Kärnten. Vom Ergebnis zeigte sich auch Andreas Kleewein, Geschäftsführer von BirdLife Kärnten, begeistert. Gemeinsam mit Bürgermeister Walter Zemrosser, Vizebürgermeister Michael Baumgartner und Hausherrin Hermine Pogatschnig besichtigte er den neuen Brutplatz. Nun bleibt die Hoffnung, dass die Tiere an der neuen Adresse Interesse finden und bald ein Klappern in Untermarkt zu hören ist. Aber Geduld ist gefragt! Das Projekt soll weitergehen. Gemeinsam mit mehreren Grundeigentümern im Krappfeld sollen weitere Nistmöglichkeiten geschaffen werden. Es gibt bereits konkrete Gespräche dazu. Bei einer Vernetzung von attraktiven Brutplätzen könnte möglicherweise eine stabile Population aufgebaut werden.

Weißstörche bringen als charismatische Vögel der Kulturlandschaft sowohl ökologische als auch soziokulturelle Vorteile: Natürliche Schädlingsbekämpfung: Weißstörche ernähren sich von Mäusen, Ratten, Insekten (wie Heuschrecken) und Schnecken. Sie helfen dabei, Schadpopulationen in der Land- und Forstwirtschaft auf natürliche Weise zu regulieren.

Indikator für intakte Natur: Da Störche auf feuchte Wiesen und eine strukturreiche Landschaft angewiesen sind, zeigt ein stabiles Vorkommen, dass ein Ökosystem im Gleichgewicht ist.

Lebensraum für andere Tiere: Storchenhorste sind wahre "Wohnhäuser". In den großen Ästekonstruktionen finden oft andere, kleinere Vögel Schutz und Nistplätze.