Gemeinde St. Stefan im Gailtal

Althofen gratuliert zur Stadterhebung

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Althofens Partnerstadt Tamm in Baden-Württemberg feierte am Wochenende die Stadterhebung. Ein historisches Ereignis, bei dem auch ein Abordnung aus Althofen mit dabei war.

Althofens Partnerstadt Tamm in Baden-Württemberg wurde zur Stadt erhoben; am Wochende fanden die offizielle Feierlichkeiten statt. Im Rahmen des Festaktes übergab die Althofener Delegation, bestehend aus Bürgermeister Walter Zemrosser, Vize-Bürgermeisterin Doris Hofstätter, Partnerschafts-Motor Rüdiger Nagy und Stadtamtsleiter Hubert Madrian, eine Gratulations-Urkunde an den Tammer Bürgermeister Martin Bernhard. Diese drückt die fast vierzigjährige Verbundenheit und das freundschaftliche Verhältnis der Städte Althofen und Tamm aus. 

Folgend ein Artikel von Althofens Alt-Bürgermeister Manfred Mitterdorfer, Ehrenbürger von Tamm, zur Stadterhebung:

Am 18. Jänner 2022 wurde dem Antrag der Gemeinde Tamm auf Erhebung zur Stadt von der Landesregierung des Bundeslandes Baden-Württemberg zugestimmt. Damit wurde Tamm zur 315. Stadt in Baden-Württemberg. Tamm liegt im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg und zählt 12.628 Einwohner. Die Partnerstadt ist direkter Nachbarort der großen Kreisstadt Ludwigsburg und liegt 15 Kilometer nördlich von Stuttgart in 240 Metern Seehöhe. Das Ludwigsburger Industriegebiet „Tammerfeld“ schließt direkt an Tamm an.
Tamm hat eine ausgezeichnete Infrastruktur. Die Einkaufsstadt befindet sich in ständiger baulicher Weiterentwicklung, besitzt Schulen aller Schultypen, acht Kindergärten, vielfältige Sport-, Erholungs- und Freizeiteinrichtungen, Arztpraxen, Apotheken, Bankfilialen, Post und Polizeiposten. In Tamm liegen fünf Industrie- und Gewerbebetriebe.

Größte Backfabrik Europas
Weit über Deutschland hinaus bekannte Betriebe sind hier ansässig. So zählt die Farbenfabrik Marabu zu den weltweit führenden Herstellern von Siebdruckfarben und Zeichengeräten. In Tamm steht die größte Backfabrik Europas. Täglich werden hier 200.000 Toastbrote, 80.000 Packungen Vollkornbrot und 50.000 Packungen Brötchen produziert. Auch ein großer Vermarkter internationaler Produkte im Süßwaren- und Nährmittelbereich hat in Tamm seinen Sitz.
Das Trinkwasser für Tamm stammt aus dem Bodensee und wird in zwei Wassertürmen gespeichert, wobei der größere 61 Meter hoch ist. Bis das Bodensee-Wasser durch eine 200 Kilometer lange Leitung Tamm erreicht, dauert es zwei Tage.

Tammer Bürgersaal
Das Zentrum des kulturellen Lebens bildet die 1611 erbaute Kelter, die 1985 zum Bürgerhaus, das 200 Personen Platz bietet, umgebaut wurde. 2007 wurde der Tammer Bürgersaal als neues und weiteres Kulturzentrum eingeweiht. Sehenswerte historische Bauwerke befinden sich im alten Ortskern, neben Fachwerkbauten das alte Rathaus, ein Backhaus und die spätgotische Bartholomäuskirche. Tamm ist verkehrstechnisch sehr gut gelegen und mit dem Zentrum in Stattgart durch eine Schnellbahn in 34 Minuten erreichbar.

Partnerschaft seit 1984
Die Partnerschaft mit Althofen besteht seit 1984. Der damaliger Tammer Bürgermeister Dieter Lehmann hat 1984 gemeinsam mit unserem damaligen Bürgermeister Rudolf Printschitz die Partnerschaft zwischen den beiden Gemeinden gegründet. Viele klärende Vorgespräche haben stattgefunden, bis man sich nach reiflicher Überlegung zu diesem Bündnis entschloss. Und es war ein guter und zukunftsweisender Entschluss, eine Entscheidung, die zur intensiven Freundschaft und dem näheren Verstehen zweier Gemeinden in zwei verschiedenen Staaten beigetragen hat und auch ein Beispiel zu einem vereinten Europa war.
Im Laufe der vergangenen 38 Jahre haben Althofener in unserer Partnergemeinde stets eine herzliche Aufnahme gefunden und ein hohes Maß an Freundschaft und Entgegenkommen erfahren. Besonders dankbar sind wir für die vielen freundlichen Besuche aus Tamm zu den verschiedensten Anlässen, und das über eine Entfernung von 600 Kilometern.

Anerkennung und Respekt
Mit großer Anerkennung und Respekt gratulieren wir zur Stadterhebung. Eine Auszeichnung und Ehre, die sich Tamm durch weitblickende Gemeindearbeit sowie durch den Fleiß und das hohe berufliche Können der Bürgerinnen und Bürger ehrlich verdient hat. Wir verbinden damit die Bitte, dass diese herzliche Partnerschaft auch in den all nun kommenden Jahren ein Band der Freundschaft bleiben möge.